Gin selber machen

Wodka und Gewürze der besonderen Art

Die geschmacklichen Unterschiede der verschiedenen Gin-Sorten resultieren vor allem aus der Verschiedenheit der verwendeten Botanicals. Hier hat jede Brennerei ihre eigenen Rezepte. Was neben Wacholder am besten im Gin schmeckt und in welcher Intensität andere Zutaten verwendet werden sollten, kann zu langen Diskussionen unter Gin-Liebhabern führen. Warum also nicht einfach einen Gin selber machen und nach eigenen Vorstellungen kreieren? Denn eigentlich geht das ganz einfach.

Um einen Gin selber machen zu können, bedarf es nur weniger Hilfsmittel: Eine ausreichende Zahl leerer Flaschen sowie ein Sieb und einen Trichter. Hinzu kommen die zur Füllung der Flaschen notwendigen Inhalte. Hier steht Wodka zuoberst auf der Einkaufsliste. Diese Spirituose wird aus einer Mischung aus reinem Alkohol mit Wasser hergestellt. Je reiner der Alkohol und je besser die Qualität des verwendeten Wassers ist, desto weicher ist auch der Wodka. Wer hier spart, hat am Ende durch den billigen Wodka eine Menge an Fuselstoffen im fertigen Gin. Dieser ist entsprechend weniger weich und führt schneller zu schweren Kopfschmerzen. Deshalb sollte unbedingt ein möglichst weicher Wodka aus dem mittleren Preissegment verwendet werden.

Eine Frage der richtigen Zusammensetzung

Um aus Wodka Gin selber machen zu können, ist es notwendig, diesen mit verschiedenen Zutaten anzureichern, die später wieder ausgesiebt werden. Für den klassischen Gin-Geschmack ist dabei vor allem Wacholder unverzichtbar. Weiterhin zählen Koriander-Samen, Paradiesapfel-Kerne sowie die Schalen verschiedener Zitrusfrüchte zu den typischen Botanicals. Hinzu kommen können Ingwer, Lorbeer, verschiedene Pfefferarten, Muskat, Fenchelsamen, Piment, Lavendel, Rosmarin und viele andere Arten von Gewürzen. Gerade beim Gin sind der Phantasie in Sachen Würze so gut wie keine Grenzen gesetzt. Zur Abrundung des Geschmacks kann außerdem ein wenig Zucker beigemengt werden. Dieser sollte allerdings äußerst sparsam verwendet werden. Im klassischen London Gin liegt die Grenze bei 0,1 Gramm pro Liter.

Die richtige Vorgehensweise

Sind alle Zutaten beisammen, kannst du ganz einfach deinen Gin selber machen:
Zunächst wird der Wodka für 24 Stunden mit Wacholderbeeren aufgesetzt. Die Menge sollte etwa zwei Esslöffel pro 700 Milliliter Flasche betragen. Im Anschluss werden die übrigen gewünschten Gewürze hinzu gegeben und weitere 12 Stunden gewartet. Bei der Dosierung sollte man im Zweifel zu Anfang immer lieber etwas weniger nehmen, um dem typischen Wacholder-Aroma genügend geschmacklichen Raum zu lassen. Anschließend wird die Ausbeute mit dem Sieb gefiltert und in Flaschen abgefüllt. Fertig ist dein eigener Gin!

Gin selber machen: Einkaufstipps


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